Umweltmedizin - Überblick

Aktuelle Information!

Der nächste curriculare Umweltmedizinkurs (80 Stunden / 100 Stunden) wird im Jahre 2016 stattfinden
(siehe "Kurse").

Im Jahre 2010 und 2013 fanden in Baden-Württemberg curriculare Fortbildungskurse Umweltmedizin entsprechend den Curriculum-Empfehlungen der Bundesärztekammer statt. Träger des Angebots sind das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg, die Sozial- und Arbeitsmedizinische Akademie Baden-Württemberg e.V. und die Landesärztekammer Baden-Württemberg. Die Kurse fanden bei Teilnehmern und Vortragenden sehr guten Anklang. Die Veranstalter werden den Kurs im Jahre 2016 erneut durchführen.
[Näheres zum Kursangebot siehe Kurse]


Allgemeines zur Umweltmedizin:


Die Umweltmedizin befasst sich mit der Erforschung, Erkennung und Behandlung umweltbedingter und umweltassoziierter Gesundheitsstörungen. Sie hat individual- und bevölkerungsmedizinische Aspekte. In der täglichen Praxis beim niedergelassenen Arzt und im Krankenhaus spielen umweltmedizinische Zusammenhänge nicht selten eine wichtige Rolle. Deswegen sind fundierte umweltmedizinische Kenntnisse für den richtigen Umgang mit den Beschwerden des Patienten von großem Vorteil.
Derzeit ist eine Vielzahl von umweltmedizinischen Noxen und Einwirkungen, wie z.B. Feinstaub, Lärm, Radioaktivität oder chemische Stoffe bekannt. Für viele Fragestellungen gibt es Empfehlungen zum standardisierten Vorgehen unter Einbeziehung von umweltmedizinischen Untersuchungen sowie von Grenz- oder Referenzwerten für das Biomonitoring oder Umgebungsuntersuchungen. Daneben treten allerdings auch immer wieder Fragen im Bereich der Schnittstelle Umweltmedizin und psychosomatische oder psychische Störungen auf.
Umweltmedizinisch versierte Ärzte betreuen Patienten mit einem individuellen umweltmedizinischen Problem und können für allgemeine umweltmedizinische Fragen angesprochen werden. Grundlage der ärztlichen Beratung sind jeweils das umweltmedizinische Wissen und die Ergebnisse der Risikobewertung.
Die Umweltmedizin bildet mit ihrem bevölkerungsmedizinischen Aspekt einen wichtigen Baustein der Prävention. Zusammen mit Ärzten und anderen Fachleuten in Gesundheitsämtern, weiteren Behörden und wissenschaftlichen Instituten kann auf die Gestaltung gesundheitsfördernder Umweltbedingungen Einfluss genommen und die Bevölkerung hinsichtlich möglicher Umweltrisiken beraten werden.

Für Ihre Fragen und Anregungen zu umweltmedizinischen Fortbildungsthemen steht gerne zur Verfügung:
Dr. med. Dipl.-Chem. Gerd Enderle, Leiter der Fachbereiche Arbeitsmedizin und Umweltmedizin der SAMA,
e-mail: enderle@samanet.de